Schularten Realschule

 

Lernen in der Realschule

 

Die Realschule heißt zwar schon lange nicht mehr „Mittelschule“, sie bildet aber nach wie vor die Balance zwischen dem wissenschaftsorientierten Anspruch des Gymnasiums und der stark praxisorientierten Bildung der Werkrealschule. Die staatlichen Realschulen positionieren sich in dem Versuch, die richtige Balance herzustellen zwischen "Wissenschaftsorientierung und praktischem Bezug." (Bildungswege in Baden-Württemberg. Abschlüsse und Anschlüsse Schuljahr 2011/12 Herausgegeben vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Baden-Württemberg.)

 

Diese „Balance-Position“ macht die Realschule zu einer hoch attraktiven Schulart, was sich auch in der hohen Nachfrage nach Realschulen ablesen lässt. Einerseits setzt sie die Kinder nicht der hohen Belastung des G8-Gymnasiums aus, andererseits bietet sie ein hohes Niveau mit der Möglichkeit über eine berufliches Gymnasium die allgemeine Hochschulreife zu erreichen. In dieser „Balance-Position“ ist auch unsere Realschule angesiedelt. Sie bietet unseren Schülerinnen und Schülern alle im Leitbild genannten Elemente der Persönlichkeits- und Glaubensentwicklung an, setzt aber zugleich die Ansprüche des staatlichen Bildungsplans lückenlos um.

 

Lerngänge, Studienfahrten und Schullandheime sind ins Schulcurriculum eingebettet und ermöglichen wichtige Lernerfahrungen außerhalb der Schule.

Selbst entdeckendes naturwissenschaftliches Arbeiten wird durch unsere modernen Fachräume und die Aufteilung in kleinere Gruppen erleichtert.

In bilingualen Modulen werden Unterrichtseinheiten auch außerhalb des Englisch-Unterrichts in englischer Sprache unterrichtet. Damit wird nachweislich eine Verbesserung der Sprachkompetenz in der Fremdsprache erreicht.

 

Themenorientierte Projekte

Für die im Bildungsplan vorgesehenen „Themenorientierten Projekte“ (TOP) haben wir ein Konzept entwickelt, das die Umsetzung der Bildungsplan-Vorgaben folgendermaßen vorsieht:

Halbjährlich finden Projektwochen statt.

 

Für „Technisches Arbeiten“ (TOP TA) üben die Kinder der Klassen 5 in regelmäßigem Unterricht die Grundfertigkeiten (Sägen, Bohren, Nageln, Schrauben usw.).

 

In Klasse 6 können sie dann während der Projektwoche ein technisches Werkstück herstellen bzw. ein Projekt durchführen.

Die Einführung in das Arbeiten mit Computern und ein Tippkurs im Zehnfingersystem bereiten die Nutzung von Computer, Internet und Multimedia für alle Fächer vor. Danach ist die Arbeit mit dem Computer in allen Fächern festgeschrieben.

 

„Soziales Engagement“ (TOP SE) ist in Kl. 7 angesagt. Die Jungendlichen machen – wie in der Werkrealschule - ein Praktikum in sozialen und diakonischen Einrichtungen – von Kindergärten über Behinderten-Einrichtungen bis zu Altenheimen. Die meisten kommen begeistert zurück.

 

In „Wirtschaften, Verwalten, Recht“ (WVR) (Kl. 8) geht es meist um die Vermarktung eines eigenen Produkts.

 

Die neunten Klassen widmen sich der Berufsorientierung (BORS). Zahlreiche Verbindungen zu Industrie und Handwerk konnten geknüpft werden und jedes Jahr kommen weitere hinzu. Vorbereitung, Bewerbertraining und ein Praktikum im Betrieb füllen die beiden Projektwochen.

Auch in der Realschule wollen wir die Kompetenzen des Bildungsplans von unserem christlichen Menschenbild her im Sinne unseres Leitbildes prägen.

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 23. Februar 2011 um 15:43 Uhr