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Brot backen im historischen Backhäusle


Im Mai 2019 sind die Schüler der BGY9 an zwei Tagen nach Winterbach gefahren. Während dieser Zeit erlebten die Schüler, wie vor 100 Jahren Brot gebacken wurde. Am ersten Tag musste erst einmal Holz gesammelt werden, um am nächsten Tag den dorfeigenen Steinofen befeuern zu können und die mit der eigenen Hände Arbeit hergestellten Brotlaibe knusprig zu backen.

Meinungen der Schüler:
„Die selbstgebackenen Brote haben ausgezeichnet geschmeckt!“
„Wir haben gelernt, wie man Brot backt.“
„leckeres Brot – harte Arbeit“
„Es war sehr toll das Brot zu backen und zu genießen.“

Apfelprojekt


Kaum da – schon wieder weg!  
Ein Erfahrungsbericht:                    

Wir waren gerade erst an der neuen Schule angekommen, da hieß es auch schon: „Auf geht’s nach Winterbach, zu einem zweitägigen Apfelprojekt mit der ganzen Klasse.“ Wir fanden das super, obwohl wir noch gar nicht genau wussten, was uns dort erwartete. Wollt ihr es wissen?

Am ersten Tag sind wir gleich mal zweieinhalb Kilometer bis zur Obstwiese gelaufen. Leider passten wir nicht auf den Bollerwagen, weil da Eimer, Brennholz und ein Wasserkanister waren. Also haben wir ihn gezogen. Und dann haben wir in zwei Stunden 325 Kilo Äpfel aufgesammelt, sechseinhalb Säcke. Danach schmeckte die Grillwurst richtig gut. (Nur manche waren halb roh.)

Der zweite Tag war sogar noch interessanter. Da haben wir nämlich unsere Äpfel verarbeitet. In zwei Gruppen haben wir 100 Liter Süßmost mit unseren Muskeln gepresst und dann gefiltert. Vorher mussten wir die Äpfel baden und schreddern. Das war aber noch nicht alles.

Wir haben zwei große Bleche Apfelkuchen gebacken, Apfelgelee gekocht, 80 Apfelküchle gebraten und Kürbissuppe gekocht. Herr Onken und seine Schwiegermutter haben uns zugeschaut. (Naja, sie haben schon ein bisschen geholfen – Danke!).

Als wir gegessen und gespielt hatten, füllten wir unsere Flaschen mit dem leckeren Süßmost und fuhren glücklich, zufrieden und ein bisschen traurig (weil es schon zu Ende war) nach Stuttgart zurück.

FES meets Bodelschwinghschule - gelebte Inklusion


Ein Beispiel: Vier Berufsschulstufenklassen der benachbarten Bodelschwinghschule (BSS) und eine Gymnasialklasse der FES verbringen gemeinsam im Herbst einige Tage in der Außenklasse Winterbach. Auf dem Programm stehen sowohl Kartoffelacker als auch Backhäusle:

Das gemeinsame Erledigen von schweißtreibenden Arbeiten in der Natur bei Wind und Wetter verlangt auch, dass man sich gegenseitig motiviert, nicht aufzugeben, auch wenn man bis zu den Knöcheln im Matsch steckt. Dies schweißt zusammen und unwichtig wird, dass man vielleicht Probleme beim Lesen hat oder nicht gerne im Wald bei Regen Holz sammelt, sondern wichtig ist in dem Augenblick nur, dass man es zusammen schafft, eine komplette Ackerreihe Kartoffeln zu ernten oder den Brotteig herzustellen.

Inklusion kann so einfach gelingen, es bedarf nur der Möglichkeit der Begegnung, der Rest ergibt sich ohne großes Zutun und ohne dass auch nur ein einziges Mal das Wort „Inklusion“ fällt, der einzelne Schüler, die individuelle Erfahrung und die Begegnung mit anderen Schüler, das ist es worum es geht.

Stimmen der Schüler und Lehrer:
Enoch, Schüler der Bodelschwinghschule: „Das ist der tollste Tag in meinem Leben.“
Anna, Theodora, Schülerinnen der FES: „Können wir bald ein Nachtreffen machen?“
Frau Heimbach, Lehrerin der BSS: „Meine Schüler sind selig.“
Herr Onken, Lehrer der FES in Winterbach: „Das hat den Schülern der FES gut getan und war eine wichtige Erfahrung für sie.“

Nathalie Schmidt, Klassenlehrerin der BGY 10

Kartoffelprojekt


Kartoffeln ernten - das bedeutet tief bücken und in der Erde graben. Gemeinsam macht es Spaß und den Erfolg sieht man beim Wiegen und Verpacken.

Unterstützung


Wir danken allen Spendern und Stiftungen und Förderern, ohne deren Unterstützung dieses tolle Projekt nicht existieren würde.
Hier nur einige Beispiele:

Voller Einsatz beim Schütteln und Auflesen
Man kann auch besondere "Schätze" finden
Bei so vielen Helfern füllen sich die Apfelsäcke schnell

Projekt Winterbach


Winterbach ist eine Außenstelle der FES-Stuttgart. Ein Hoffnungsort für Vertrauen und Mut für Kinder und Jugendliche.
Wir wollen das Projekt Winterbach für kleine Gruppen und als Klassenprojekte im Schuljahr 2016/17 anbieten und wenn es sein darf auch darüber hinaus.

Ein Projekt für unsere Schülerinnen und Schüler:
Wir erleben immer wieder, dass Kinder und Jugendliche mit Ihrer Lebenssituation überfordert sind. Dies kann mit der familiären Situation zu tun haben, mit traumatischen Erfahrungen und Schicksalsschlägen, die jeden treffen können. Dies gefährdet ihre schulische Zukunft. Winterbach kann zu einem Hoffnungsort werden, an dem Kinder und Jugendliche neuen Mut schöpfen und Vertrauen in das Lebenfinden.

Das Projekt gestalten:
Über landwirtschaftliche, handwerkliche und sportliche Tätigkeiten soll ein direkter Lebensbezug hergestellt und positive Sinnerlebnisse geschaffen werden. Die schulischen Inhalte in den Hauptfächern werden in einer Kleingruppe wiederholt und weiter vertieft.

Arbeiten und Lernen:
Arbeit, das heißt jahreszeitlich bedingt Äpfel auflesen, pressen, Saft kochen und am Ende etwas davon mit nach Hause nehmen. Oder Gemüse anbauen und ernten um sich z.T. selbst zu versorgen. Lernen, das heißt einige Unterrichtsstunden am Tag in einer Kleingruppe zu verbringen, in der auf die individuellen Schwierigkeiten eingegangen werden kann.

Wovon profitieren die Schülerinnen und Schüler?
Die Schülerinnen und Schüler profitieren von einem kleinen Rahmen von maximal acht Kindern: Dadurch ist eine persönliche Betreuung möglich, was sich positiv auf die Beziehungsebene und auf das Lernen auswirken kann. Rausgenommen aus dem Alltag von Schulbetrieb und Klassengefüge können sie sich neu sortieren und wieder Fuß fassen. Außerdem lernen sie einige landwirtschaftliche und handwerkliche Abläufe kennen und erfahren durch das gemeinsame Kochen und Essen etwas über Ernährung.

Was haben Eltern davon?
Kinder und Jugendliche haben die Möglichkeit, in einem spannenden Projekt mitzuwirken und neue Erfahrungen zu sammeln. Die Rückmeldungen aus der Pilotphase: Kinder haben positive Erfahrungen in der Gruppe gesammelt, sind stolz auf das, was sie geschafft haben und kommen zufrieden nach Hause. Außerdem haben sie einige Stunden gezielt an ihren zentralen "Baustellen" in den schulischen Hauptfächern gearbeitet. Die Zeit im Projekt kann ein positiver Baustein in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sein.

Leitung:
Die Außenstelle wird geleitet von Dietrich Onken (Lehrer der FES-Stuttgart) und weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Ort:
Die "Basisstation" wird im CVJM-Haus in der Lerchenstraße 53 in 73650 Winterbach untergebracht sein. Die S-Bahn Linie S2 fährt ab Stgt-Vaihingen oder Stgt-Österfeld durch und hält nur wenige Meter vom CVJM-Haus entfernt.

Finanzen:
Die Projektklasse Winterbach ist Jahr für Jahr sehr kostenintensiv.
Personalkosten: 80.000,00 € / Sachkosten: 20.000,00 €

Die Projektklasse Winterbach ist wie ein Juwel: einzigartig, sehr wertvoll und leider auch sehr teuer. Damit wir das Projekt betreiben können, sind wir auf Spenden angewiesen, da wir hierfür keine Zuschüsse erhalten. Ermöglichen Sie mit, dass Kinder und Jugendliche gestärkt und ermutigt nach der Schule ihren Teil zum gesellschaftlichen Leben beitragen können. Wir freuen uns über kleine und große Spenden!
Hinweise zu den verschiedenen Spendenmöglichkeiten finden Sie auf unserer Spendenseite. Bitte geben Sie bei Ihren Spenden das Stichwort "Winterbach" sowie Ihre Adresse an.